Antwort:
Wird das Material auf über 70°C erhitzt, wird sein Kunststoff
thermoplastisch verformbar. Im aktivierten Zustand ist der Cast dann formbar
und einzelne Lagen können mit einander verklebt/ verbunden werden. Zur
Aktivierung eignen sich z.B. Heißluft, Wasserdampf oder heißen Wasser.
Antwort:
Hauptsächlich in der Trennwirkung: Nass trennt immer zum Cast hin ab, trocken verbindet. Somit wird der Lagenverbund mit Heißluft deutlich besser. Dafür muss man im Gegensatz zu Dampf oder Heißwasser verstärkt mit dem Einsatz zusätzlicher Trennmittel arbeiten, um ein ungewolltes Anhaften z.B. am Modell oder Werkzeug zu vermeiden.
Antwort:
Prinzipiell ja, der Cast ist wetterfest und witterungsbeständig. Wird seine Oberfläche mit entsprechend geeigneten Epoxidharz- oder Polymergipssytemen bearbeitet, kann er ohne Weiteres auch im Außenbereich verwendet werden. Zudem sind kleine Entlüftungsmöglichkeiten gegen zu großen Hitzestaus immer eine gute Idee für "Outdoor"-Plastiken.
Antwort:
Besonders darauf, dass mit großer Hitze gearbeitet wird!! Die wird verhindert, indem beim Einsatz von Heißwasser der Cast gut mit einem Handtuch entwässert wird und die Finger zudem immer ein wenig feucht gehalten werden. Durch den Wasserfilm haftet man außerdem bei der Verarbeitung selber nicht am Material an. Daher sollten besonders beim Einsatz von Heißluft auch benutzte Werkzeuge immer mit ein wenig Wasser benetzt werden.
Antwort:
Wasser ist ein sehr gutes Trennmittel für KOBRACAST® Art - erhitzen Sie
also per Heißwasser, sollten etwaige Verbundstellen möglichst mittels
Handtuch abgetrocknet worden sein. Die untenliegenden Kanten müssen,
falls diese unerwünscht sind, unbedingt vor Auflage der nächsten Lage
geglättet werden.
Antwort:
Die beste Art und Weise zu korrigieren ist, verschiedene Pinselgrößen
bereitzuhalten, diese dann in kochendes Wasser zu tauchen und dann
partiell KOBRACAST® Art zu aktivieren, gerade wenn es um Randkorrekturen
oder Konturen von Oberflächenstrukturen, Augen, Mund, etc. geht.
Um keinen zu raschen Temperaturausgleich zuzulassen, sollte die
betreffende Stelle vorher abgetrocknet worden sein.
Antwort:
Aktivieren Sie KOBRACAST® Art mittels Heißluft, wird die Oberfläche
klebrig. Um sowohl Verbrennungen als auch unerwünschte Deformationen des Casts zu vermeiden, müssen sowohl die Finger als auch etwaig benutzte
Hilfswerkzeuge mit Wasser benetzt sein. Dazu einfach eine kleine
Schüssel mit Wasser bereitstellen.
Antwort:
Bei dünneren Stoffen empfiehlt es sich, diese mit dem Cast zu vernähen,
bei dickeren Stoffen kann ein Tacker die bessere Lösung sein. Leder z.B.
lässt sich aber auch nieten und verkleben.
Antwort:
Das flexible Gewirke als Trägermaterial macht den größten Unterschied:
es ist keinen Millimeter dick sowie extrem leicht und dehnbar, und das
sowohl quer als auch längs.
Somit lässt es sich deutlich besser an Formen und reliefartige
Strukturen anpassen, ist um einiges leichter und Sie können schon bei
der Verarbeitung steuern, ob das Resultat eine offenporige oder schon
fast geschlossene Oberfläche hat und z.B. mit einem luftdurchlässigen
Stoff als Überzug bei Kostümen und Masken einen sehr guten Luft- sowie
Wärmeaustausch für den Träger entstehen lassen. Zudem können dadurch bei
Vollgesichtsmasken partiell für Augen und Mund sozusagen Atmungs- und
Sehfenster eingearbeitet werden. Auch bei den Möglichkeiten der weiteren
Oberflächenbearbeitung bietet KOBRACAST® Art im Gegensatz zu den Platten
eine deutlich größere Auswahl.
Antwort:
An sich ist das Gewebe nicht sonderlich von Bedeutung. Da es aber
weniger dehnbar ist als der Cast selber, kann es gerade bei
reliefartigen Oberflächen in den Tälern und um die Nasenflügel herum
abstehen. Legt man die Seite mit dem Gewebe nach Innen, ist dieser
Effekt zumeist ausgeschaltet. Zudem lässt sich das Gewebe bei schon
geringfügiger Aktivierung der Oberfläche ab ca. 60° Celsius auch einfach
vom Cast abziehen.
Antwort:
Ja, aufgrund der Gewebestruktur des Casts entsteht i. A. bei der
Beflockung allerdings ein leichter Cordstoff-Effekt. Der verwendete Leim
sollte am Besten aufgesprüht werden, um eine optimale Verteilung der
benötigten Oberflächenspannung bei der Beflockung selber zu
gewährleisten.
Antwort:
Ja, auch Fliesenkleber, Zement und Holzleimbindung wurden z.B. für
Repliken der Chinesischen Tonkrieger, entstanden in den Werkstätten des
Augsburger Theaters, schon eingesetzt. Als innere Unterstützung &
Stabilisation diente dabei ein kleines Rohrgestell montiert auf der
Standplatte. So war es durch eine abschließend wetterfeste Bemalung
möglich, „Ton“krieger & -pferde in großer Anzahl kostengünstig
herzustellen und für den Außeneinsatz tauglich zu machen.
Antwort:
Tube Gauze lässt sich hervorragend mit KOBRACAST® Art verbinden. Da die
Verwendung zumeist bei der ersten Abnahme entweder am Körper oder Modell
anzusiedeln ist, verklebt das Gewebe schon leicht von Selbst mit dem
Thermoplastanteil. Allerdings ist anzuraten, die beiden Materialien mit
einander zu vernähen, um ein späteres Ausfransen zu verhindern und
richtig zu fixieren, besonders an Spannungsstellen. Gerade wenn der
Träger das Endprodukt direkt auf der Haut trägt, macht Ihre Verwendung
einen sehr deutlichen Unterschied bzgl. Tragegefühl, Komfort und
Schweiß.
Antwort:
Grundprinzipiell ja, so lange gewisse chemische und physikalische
Eigenschaften wie z.B. die Aktivierungstemperatur und stoffliche
Zusammensetzung möglichst nah bei einander liegen. Somit gilt im
Prinzip: Liegen diese soweit bekannt nah bei einander, hilft zur
endgültigen Klärung der Frage allerdings nur der Praxistest.
Antwort:
Ja, denn genau das ist ja die ursprüngliche Verwendungsart:
Medizinischer Gipsersatz – auch bekannt als „Plastikgips“!
Daher verklebt KOBRACAST® Art bei Aktivierung per Heißwasser weder mit
Haut noch Haaren und ist auch bei der Verarbeitung gesundheitlich
unbedenklich. Allerdings sollte aufgrund der Hitzeentwicklung tunlichst
darauf geachtet werden, den Cast vor dem Anformen mit einem Handtuch ein
wenig abzutrocknen und um beim zirkulären Anlegen Durchblutungsstörungen
zu vermeiden nicht mit Spannung zu arbeiten. Da das Material selbst
Hitze in Verformungsenergie umwandelt, ist dessen Oberflächentemperatur
immer geringer als die des Aktivierungsmediums. Somit genügt analog der
Verwendung im Medizinischen Tube Gauze völlig als Schutz des
betreffenden Körperteils während des Anformvorgangs.
Gesichtsabformungen an sich sollten immer über einen Gipsabdruck
erfolgen, am Besten mit einem Polymergips. Nicht wegen der
Hitzeentwicklung, sondern vielmehr, weil KOBRACAST® Art ins Negativ
hinein gearbeitet deutlich detaillierter die Oberflächenstruktur des
Originals abbildet, bis hin zu leichten Hinterschneidungen. Die gleiche
Vorgehensweise gilt ebenso für ein anatomisch gerechtes Abformen des
weiblichen Busens.
Antwort:
Je mehr Lagen man über einander legt, desto höher ist die
Formstabilität. Arbeitet man also auf großen Flächen mit kleineren
Flicken des Materials, erhöht jede Überlappung die Eigenstabilität der
betreffenden Stelle. Auch ein Drahtgestell ist sehr einfach
unterzuziehen und lässt sich gut mit Zuschnittresten von KOBRACAST® Art
selber an den entsprechenden Stellen fixieren bzw. an scharfen Kanten
Verletzungen vermeidend abdecken. Zuschnittreste separat aktiviert per
Heißluft eignen sich zudem auch für kleinere, partielle Versteifungen.
Allgemein hin gilt ebenso, dass je stabiler das endgültige
Kaschiermaterial, je stabiler die fertige Arbeit.
Antwort:
Wie so ziemlich jeder andere Kunststoff brennt auch KOBRACAST® Art
bei
entsprechender Hitzeentwicklung. Allerdings tropft der Cast ab
mindestens drei Lagen nicht ab (Details siehe Technisches Datenblatt zu
KOBRACAST® Art) und lässt sich mit entsprechenden Oberflächenmaterialien
ohne weiteres auch in schwer entflammbare Objekte mit einarbeiten.
Antwort:
Der Cast kann ohne weiteres mehrere Jahre gelagert werden, ohne
funktionalen Schaden zu nehmen. Da es sich um einen Thermoplast handelt,
ist das Material rein theoretisch fast unendlich oft in den verformbaren
Zustand zu überführen! Allerdings gibt es beim Aktivieren meist einen
geringen Materialverlust und jeder Kunststoff an sich unterliegt einem
Alterungsprozess, wobei sich der Vorgang abhängig von der
Aktivierungsmethode jedoch bewiesenermaßen noch immer weit mehr als
zehnmal wiederholen lässt.
Antwort:
Grundprinzipiell die in Werkstätten und Ateliers traditionell
Gebräuchlichen wie z.B. Polystyrol, Gips, Ton oder Plastiline. Aber auch
Stein, Holz, Metalle und Hartkunststoffe sind geeignet, ebenso wie
Körperpartien sowie -extremitäten, auch von lebenden Objekten.
Antwort:
Grundsätzlich sollte mit einer eher niedrigen Aktivierungstemperatur
gearbeitet werden, um die Oberfläche zu schützen und unerwünschte
Anhaftungen zu vermeiden. Zudem nutzt man mit Heißwasser die
Trennwirkung des Wassers selber. Viele solcher Aufträge sind unter
entsprechender Hitzeentwicklung allerdings wasserlöslich. Daher
empfiehlt sich der Einsatz von dehnbaren Haushaltsfolien oder auch,
falls möglich, von Alufolie.
Antwort:
Es gibt zwei Möglichkeiten: die Abnahme eines Originals oder einer frei
modellierten Form. Bei beiden wird die Form mit dem Cast ummantelt und
anschließend aufgeschnitten, um die Form zu entkernen. Die entstandenen
offenen Stellen können dann z.B. wieder zusammen genäht oder mit kleinen
mittels Heißluft erhitzten Caststücken zusammengeklebt werden. Um nicht
alle Stellen wieder verkleben zu müssen, empfiehlt es sich, das Horn/
Geweih aus KOBRACAST® Art auszuschäumen und an den hervorquellenden
Stellen abzuschmirgeln.
Antwort:
Die äußere Hitze wird im Material selber in Verformungsenergie für den
Kunststoff umgewandelt. Somit entsteht je nach Aktivierungstemperatur
eine klebrige Oberfläche bis hin zu einer „Verflüssigung“ des
Kunststoffes. Das erlaubt es, verschiedene Lagen sowohl oberflächlich
mit einander zu verkleben, als auch die Kunststoffanteile der einzelnen
mit einander zu einer zu verschmelzen.
Antwort:
Wenn Sie KOBRACAST® Art mittels Heißluft ab ca. 120° Celsius erhitzen,
beginnt sich der Kunststoff zu „verflüssigen“. Verbinden Sie nun die
Lagen mit einem mit Wasser benetzten Hilfswerkzeug mit einander, um die
einzelnen Lagen beim Abkühlvorgang zu einer einzigen zu verschmelzen.
Antwort:
Der Cast selbst wiegt pro Quadratmeter nur ca. 500g, je nach Dehnung.
Kaschiert man nun mit Stoff, Papier oder einfach einer eingedickten
Farbe, ist das Resultat selber entsprechend leicht. Für den Außeneinsatz
ist hinsichtlich der Gewichtsfrage zu einem Kunstharz wie z.B. ein
Epoxydharz zu raten.
Antwort:
Falls beim Modellieren von KOBRACAST® Art Kanten nicht direkt bearbeitet
wurden, kann man das Objekt einfach mit Watte-Vlies unterfüttern und
dann den gewünschten Stoff überziehen.
Antwort:
Ja, ebenso wie bei Glasfasermatten wird auch der Cast vom verwendeten
Harz ummantelt und aufgrund seiner offenporigen Struktur durchdrungen.
Im Unterschied zum Arbeiten mit Glasfaser entstehen allerdings keine
gesundheitsbedenklichen Schwebepartikel, es kann im Allgemeinen mit
weniger Schichten gearbeitet werden und der Cast lässt sich deutlich
besser und schon vorab an die Modelle und Formen, deren Rundungen und
Strukturen anpassen.
Antwort:
Die bisherige Erfahrung zeigt, dass wohl die meisten Farben bei
entsprechender Eigenkonsistenz zur farblichen Gestaltung der
Materialoberfläche geeignet sind. So wurden bisher z.B. Farben auf
Alkoholbasis, Stofffarben, Acrylfarben und sogar Wasserfarben verwendet.
Antwort:
Wasser an sich und somit eine Aktivierung per Heißwasser oder Dampf
wirkt schon als Trennmittel bei der Abnahme von Objekten mit KOBRACAST®
Art. Zudem eignen sich Trennpulver, Trennsprays, Silikonpapiere oder
auch einfache Haushalts- bzw. Alufolien ebenso als Trennmittel. Im
Grunde genommen kann man also auf alt vertraute Trennmethoden
zurückgreifen.
Antwort:
Da die Castschere nach „Mick“ ergonomisch angepasst ist, besitzt sie
eine hervorragende Kraftübertragung und ist grundsätzlich eine große
Entlastung für die Handgelenke, gerade bei längeren und präzisen
Arbeiten. Ihre speziell vergütete Schnittfläche ist zum Schneiden von
synthetischen Casts konzipiert, womit mit ihr mehrere Lagen KOBRACAST®
Art übereinander deutlich einfacher zuzuschneiden sind als mit einer
herkömmlichen Schere. Da sie zudem eine medizinisch abgerundete Spitze
besitzt, besteht beim Arbeiten am lebenden Modell mit ihr keine
Verletzungsgefahr.
Antwort:
Der Vorteil des Kunststoffgipses (oder auch Polymergips) ist seine
wasserresistente und harte Oberfläche. Er eignet sich besonders für die
Produktion von Kleinserien. Da mit KOBRACAST® Art sogar
Hinterschneidungen in Negativformen sehr gut abzubilden sind, ist auch
in diesem Fall ein solcher Gips zu empfehlen, um die betreffenden
Stellen beim Entkernen nicht abzubrechen.